Dämmung - aber richtig! Alles rund um die Themen Dämmung und Dämmmaterial

  1. Warum überhaupt Dämmen?

Eine gute Dämmung schafft nicht nur ein ideales Wohnklima, sondern verringert auch die Heizkosten. Die Energiekosten am Jahresende können mit einer passenden und gut gewählten Dämmung drastisch gesenkt werden. Dabei spielt jedoch das verwendete Material eine entscheidende Rolle bei der Wärmedämmung.  Um die Energieeffizienz zu steigern, sollten Sie bei der Dämmung daher ein paar Punkte beachten.

 

  1. Dämmfilz/Spannfilz oder Klemmfilz?

Dämmfilz und Spannfilz werden dabei synonym verwendet und sind Dämmstoffe, welche als Decken- und Bodendämmungen eingesetzt werden. Soll die Kälte des Dachbodens nicht in die Wohnräume gelangen, so können Sie Dämmfilz bzw. Spannfilz verwenden.

Klemmfilz hingegen wird zwischen die Dachbalken geklemmt. Für die Montage werden keinerlei Hilfsmittel wie Klebstoffe oder ähnliche benötigt. Der Klemmfilz wird einfach in den Abstandsmaßen zurechtgeschnitten und zwischen die Balken geklemmt. Würde an dieser Stelle Dämmfilz/Spannfilz eingesetzt werden, wäre das Anbringen dessen weitaus komplizierter. Dachdecker raten daher für die Dachdämmung zum Einsatz von Klemmfilz und für Boden- und Deckendämmungen zur Verwendung von Dämmfilz bzw. Spannfilz.

 

  1. Die richtige Wärmeleitgruppe (WLG)

Die Wärmeleitgruppe gibt an, wie Durchlässig das betrachtete Material für den Wärmestrom ist. Hierbei gilt: Je kleiner die Zahl, desto besser die Dämmeigenschaft, die sich nach dem Durchlasswiderstand berechnet. Eine Dämmung der WLG 040 ist besonders weich und durchlässig. Je weniger dicht gepresst das Material ist, desto mehr Luft kann durch das Material gelangen und desto geringer ist die Dämmwirkung. Ein Dämmstoff der WLG 032 hingegen ist dicht gepresst und entsprechend starr. Sie lässt wenig Luft durch das Material und hat daher eine hohe Dämmwirkung. Den heutigen Standard stellt die WLG 035 dar.

Bei der Wahl der richtigen Wärmeleitgruppe Ihres Dämmmaterials ist entscheidend, für welche Zwecke Sie was dämmen wollen.

Beispiel: Sie planen Ihren Dachboden zu bewohnen und möchten dort Schlafzimmer und Kinderzimmer unterbringen? In diesem Fall raten wir Ihnen zu der WLG 032 für eine optimale Dämmwirkung. Bewohnen Sie den Dachboden hingegen nicht und möchten sich lediglich in den Räumen im darunterliegenden Stockwerk vor der Kälte aus dem Dachboden schützen, dann reicht eine Dämmung der Klassen WLG 033-035 aus. Falls Sie Ihre Garage frostsicher machen möchten oder etwas Schallschutz einbauen wollen, können Sie auch Dämmstoffe der niederen Wärmeleitgruppen einsetzen.

Sie planen ein Passivhaus? Dann ist für Sie die WLG 032 dringend erforderlich.

>Tipp:  Denken Sie auch jetzt schon an die richtigen Dachfenster. Eine ideale Dämmung hilft nur wenig, wenn die Wärme durch die Dachfenster entweichen kann. Die eingesetzte Dämmung und die eingebauten Dachfenster sollten einer gleichen Energieklasse angehören! Falls Sie Fragen haben, beraten wir Sie gerne hierzu.

 

  1. Das richtige Material – Glaswolle oder Holzfaser?

Für gewöhnlich sind Dämmstoffe aus Glaswolle oder Mineralwolle hergestellt. Der Hersteller Knauf setzt auf ECOSE (R) Technologie. Knauf verwendet ein formaldehydfreies Bindemittel auf Basis vorwiegend natürlich-organischer Grundstoffe, ohne Zusatz von künstlichen Farben oder Färbemitteln. Durch einen hohen Holzanteil im Dämmstoff sind die Dämmmaterialien von Knauf nahezu geruchsneutral.

>Tipp:  Sie sind Allergiker? Dann raten wir Ihnen zur Ursa Pure One, welche extra für Allergiker konzipiert wurde.

 

  1. Die richtige Stärke des Dämmmaterials

Wie dick das eingesetzte Dämmmaterial sein muss, steht nicht festgeschrieben. Viel mehr hängt dies von mehreren Faktoren ab und muss von Fall zu Fall entschieden werden. Grundvoraussetzung ist zuallererst, dass die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) eingehalten werden. Innerhalb dieser ist jedoch keine fixe Stärke des einzusetzenden Dämmmaterials festgesetzt, sondern es gilt den maximal erlaubten U-Wert der Baukonstruktion einzuhalten. Wer sogar KfW-Fördermittel erhält, der muss sich an die strengeren Vorgaben der KfW halten. Grundsätzlich gilt jedoch, je hochwertiger ein Dämmstoff und je niedriger die WLG-Zahl (je höher ihre Dämmwirkung) ist, desto dünner kann die Dämmung sein.

 

Ebenfalls enorm wichtig für eine hohe Energieeffizienz sind, neben einer richtigen Dämmung und gutem Dämmmaterial, folgende Faktoren:

Für diese Themen haben wir bereits in unserem „Ratgeber“ Bereich informative Artikel für Sie bereitgestellt, die Sie mit den wichtigsten Informationen rund um Bereiche Dampfsperren bzw. Dampfbremsen und Dachfenster versorgen. Perfekt informiert bei Perfekt-Bau!

 

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